Positive Psychologie

Positive Psychologie ist ein wissenschaftlicher Zweig der Psychologie, der sich nicht mit Störungen und Defiziten, sondern mit menschlichen Stärken, Wohlbefinden und einem gelingenden Leben beschäftigt. Begründet von Martin Seligman in den späten 1990er-Jahren, untersucht sie, was Menschen aufblühen lässt.

Was ist Positive Psychologie?

Die Positive Psychologie entstand als bewusste Ergänzung zur klassischen klinischen Psychologie, die sich traditionell auf die Behandlung von Krankheiten und Fehlfunktionen konzentriert. Ihr Kernanliegen: zu verstehen und zu fördern, was Menschen nicht nur funktionsfähig, sondern wirklich glücklich und erfüllt macht.

Das PERMA-Modell

Martin Seligman entwickelte das PERMA-Modell als Rahmen für menschliches Aufblühen. Es umfasst fünf Dimensionen:

Abgrenzung zur Selbsthilfeliteratur

Positive Psychologie ist keine Aufforderung, immer gut gelaunt zu sein oder negative Gefühle zu unterdrücken. Sie basiert auf empirischer Forschung und betont die Bedeutung von Selbstmitgefühl, realistischem Optimismus und dem bewussten Einsatz persönlicher Stärken. Mehr dazu, wie du Stärken im Alltag verankern kannst, findest du im Artikel Die 7 Säulen der Persönlichkeitsentwicklung.

Ist Positive Psychologie dasselbe wie Positives Denken?

Nein. Positive Psychologie ist ein wissenschaftliches Forschungsfeld mit messbaren Methoden. Positives Denken hingegen ist ein populäres Konzept ohne einheitliche wissenschaftliche Grundlage. Positive Psychologie schließt ausdrücklich ein, dass negative Emotionen ihren Platz haben.

Welche Methoden nutzt die Positive Psychologie?

Zu den bekanntesten Übungen gehören Dankbarkeitsjournaling, der Einsatz von Charakterstärken (nach VIA-Klassifikation), Wohlwollensmeditation und lösungsorientiertes Coaching.