Selbstwirksamkeit

Selbstwirksamkeit beschreibt die innere Überzeugung, eigene Ziele durch das eigene Handeln erreichen zu können – also den Glauben daran, dass man selbst einen echten Unterschied machen kann. Das Konzept geht auf den Psychologen Albert Bandura zurück und gilt als einer der bedeutsamsten Faktoren für Motivation und Wohlbefinden.

Was ist Selbstwirksamkeit?

Selbstwirksamkeit (Self-Efficacy) ist nicht dasselbe wie Selbstvertrauen oder Selbstwertgefühl, auch wenn alle drei miteinander verwandt sind. Während Selbstwertgefühl die allgemeine Einschätzung des eigenen Wertes beschreibt, bezieht sich Selbstwirksamkeit konkret auf die Überzeugung: Ich bin in der Lage, diese Aufgabe zu bewältigen.

Albert Bandura, der das Konzept in den 1970er-Jahren formulierte, identifizierte vier Hauptquellen, aus denen sich Selbstwirksamkeit speisen kann:

Warum Selbstwirksamkeit so zentral ist

Forschung deutet darauf hin, dass ein hohes Maß an Selbstwirksamkeit mit besserer Zielverfolgung, höherer Ausdauer bei Rückschlägen und stärkerem psychischen Wohlbefinden zusammenhängen kann. Es geht nicht darum, sich blind zu überschätzen – sondern darum, das eigene Handeln als bedeutsam zu erleben. Weiterführendes dazu bietet der Artikel Vom Selbstzweifel zur inneren Stärke sowie Motivation verstehen.

Kann man Selbstwirksamkeit trainieren?

Ja – und zwar am wirkungsvollsten durch kleine, konkrete Erfolgserlebnisse. Wer sich Aufgaben sucht, die knapp über dem eigenen Komfortbereich liegen, und diese bewältigt, kann schrittweise ein stärkeres Bild von den eigenen Fähigkeiten aufbauen.

Was ist der Unterschied zwischen Selbstwirksamkeit und Kontrollüberzeugung?

Kontrollüberzeugung beschreibt, ob jemand glaubt, dass Ereignisse durch das eigene Handeln beeinflusst werden können (intern) oder von außen bestimmt werden (extern). Selbstwirksamkeit ist spezifischer: Sie bezieht sich auf das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten in bestimmten Situationen.