Die EFT-Klopfpunkte – Wo und wie du klopfst
Die 9 wichtigsten Klopfpunkte im EFT: Wo sie liegen, welche Meridiane sie stimulieren und wie du sie richtig beklopfst – mit detaillierter Beschreibung jedes einzelnen Punktes.
Die Klopfpunkte im Überblick
Beim EFT werden 9 Hauptpunkte am Körper in einer festgelegten Reihenfolge beklopft. Jeder dieser Punkte liegt auf einem der 12 Hauptmeridiane der traditionellen chinesischen Medizin. Die Punkte befinden sich hauptsächlich an Kopf und Oberkörper und sind leicht zu erreichen.
Geklopft wird sanft mit den Fingerspitzen von Zeige- und Mittelfinger (oder mit allen vier Fingern bei größeren Punkten). Die Intensität sollte angenehm spürbar sein – etwa so, als würdest du ungeduldig auf einen Tisch trommeln. Jeder Punkt wird ungefähr 5-7 Mal beklopft.
Hinweis zur Seitenwahl Die meisten Klopfpunkte existieren auf beiden Körperseiten. Du kannst wahlweise links oder rechts klopfen – oder auch auf beiden Seiten gleichzeitig. Es gibt keinen messbaren Unterschied in der Wirksamkeit. Wähle die Seite, die sich für dich am natürlichsten anfühlt.
Der Karate-Punkt (Seitenkante der Hand)
Der Startpunkt jeder EFT-Runde ist der Karate-Punkt – die fleischige Außenkante der Hand zwischen Handgelenk und kleinem Finger. Hier wird der Einstimmungssatz (Setup) gesprochen, während du mit den Fingern der anderen Hand sanft klopfst.
Dieser Punkt liegt auf dem Dünndarm-Meridian und hilft dabei, die sogenannte „psychologische Umkehrung" zu korrigieren – eine unbewusste Selbstsabotage, die Veränderung blockieren kann.
Lage: Äußere Handkante, in der Mitte zwischen Handgelenksknochen und Basis des kleinen Fingers.
Technik: Klopfe mit den Fingerspitzen der anderen Hand, während du deinen Einstimmungssatz dreimal wiederholst.

Die 8 Klopfpunkte der Sequenz
1. Augenbraue (AB)
Lage: Am inneren Ende der Augenbraue, direkt über dem Nasenrücken.
Meridian: Blasen-Meridian
Wirkung: Hilft bei Frustration, Ungeduld, Unruhe und traumatischen Erinnerungen.
2. Seitliches Auge (SA)
Lage: Auf dem Knochen an der Außenseite des Auges (Schläfenseite).
Meridian: Gallenblasen-Meridian
Wirkung: Unterstützt bei Wut, Groll und Entscheidungsschwierigkeiten.
3. Unter dem Auge (UA)
Lage: Auf dem Jochbein, direkt unter der Pupille.
Meridian: Magen-Meridian
Wirkung: Hilft bei Angst, Nervosität, Sorgen und Heißhunger.
4. Unter der Nase (UN)
Lage: In der Mulde zwischen Nase und Oberlippe (Philtrum).
Meridian: Lenkergefäß (Du Mai)
Wirkung: Unterstützt bei Scham, Peinlichkeit und dem Gefühl der Machtlosigkeit.
5. Kinn (KI)
Lage: In der Vertiefung zwischen Unterlippe und Kinn.
Meridian: Konzeptionsgefäß (Ren Mai)
Wirkung: Hilft bei Verwirrung, Unsicherheit und Scham.
6. Schlüsselbein (SB)
Lage: Im Winkel zwischen Schlüsselbein und Brustbein – etwa 2 cm unter dem Schlüsselbein und 2 cm seitlich davon. Am besten mit der flachen Hand oder allen Fingern klopfen.
Meridian: Nieren-Meridian
Wirkung: Unterstützt bei Angst, Unsicherheit, allgemeinem Stress und dem Gefühl, festzustecken.
7. Unter dem Arm (UdA)
Lage: Etwa eine Handbreit unter der Achselhöhle, in Höhe der Brustwarze (bei Frauen in Höhe des BH-Bunds).
Meridian: Milz-Meridian
Wirkung: Hilft bei Sorgen über die Zukunft, geringem Selbstwertgefühl und obsessivem Denken.
8. Kopf (KO)
Lage: Am höchsten Punkt des Kopfes (Scheitel).
Meridian: Lenkergefäß (Du Mai) – Kreuzungspunkt mehrerer Meridiane
Wirkung: Unterstützt bei innerem Fokus, spiritueller Verbindung und dient als „Abschluss" der Klopfrunde, da hier viele Energiebahnen zusammenlaufen.

Zusätzliche Klopfpunkte
Neben den 8 Hauptpunkten gibt es weitere Punkte, die bei Bedarf einbezogen werden können:
- Handgelenkspunkt: Die Innenseite beider Handgelenke aneinander klopfen – beruhigend bei akuter Aufregung
- Leberpunkt: Direkt unter der Brust (Männer) bzw. unter dem BH (Frauen) – hilfreich bei Wut
- Fingerpunkte: An der Seite jedes Fingernagels – werden in der erweiterten EFT-Technik genutzt
- Gamut-Punkt: Zwischen den Knöcheln von Ring- und kleinem Finger auf dem Handrücken – für die „9-Gamut-Prozedur" bei komplexen Themen
Tipps für effektives Klopfen
- Druck: Klopfe fest genug, um die Stimulation zu spüren, aber niemals so stark, dass es schmerzt.
- Geschwindigkeit: Ein gleichmäßiges, entspanntes Tempo – weder hektisch noch zu langsam.
- Atmen: Atme während des Klopfens ruhig und gleichmäßig weiter. Tiefes Durchatmen zwischen den Runden verstärkt die Wirkung.
- Fokus: Bleibe mental bei deinem Thema. Das Klopfen ohne emotionalen Fokus ist deutlich weniger wirksam.
- Spiegelarbeit: Vor dem Spiegel klopfen kann die Wirkung intensivieren, da der Blickkontakt mit sich selbst die Selbstakzeptanz fördert.
- Wasser trinken: Trinke vor und nach dem Klopfen ein Glas Wasser – das unterstützt den energetischen Ausgleich.