Setup-Satz (EFT)
Der Setup-Satz ist der einleitende Kernsatz in einer EFT-Sitzung. Er benennt das emotionale Problem und verbindet es mit einer Aussage der Selbstakzeptanz — eine Kombination, die das Nervensystem auf die folgende Klopfsequenz vorbereitet.
Was ist der Setup-Satz bei EFT?
Der Setup-Satz ist der erste und grundlegende Schritt in jeder EFT-Runde. Er wird dreimal laut gesprochen, während man gleichzeitig den Karatepunkt — die Außenkante der Hand — beklopft. Sein Zweck ist doppelt: Er fokussiert die Aufmerksamkeit präzise auf das emotionale Thema, das bearbeitet werden soll, und er enthält gleichzeitig eine Formel der bedingungslosen Selbstakzeptanz.
Aufbau des Setup-Satzes
Die klassische Struktur lautet:
„Auch wenn ich [Problem], akzeptiere ich mich vollständig und tiefgreifend so, wie ich bin."
Das Problem wird dabei so konkret und ehrlich wie möglich benannt. Beispiele:
- „Auch wenn ich diese Angst vor dem Präsentieren habe, akzeptiere ich mich vollständig."
- „Auch wenn ich mich wegen dieser Situation mit meiner Mutter schuldig fühle, akzeptiere ich mich tiefgreifend."
- „Auch wenn mein Körper so angespannt ist, akzeptiere ich mich so, wie ich bin."
Warum Selbstakzeptanz?
Die Selbstakzeptanz-Formel ist kein Trick, sondern ein wesentlicher Bestandteil. Sie signalisiert dem Nervensystem, dass das Empfinden des Problems sicher ist — ohne sofortige Lösung oder Bewertung. Dieser Ansatz hat Parallelen zur Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) und erleichtert die emotionale Verarbeitung, die durch das Klopfen angestoßen wird.
Den vollständigen Ablauf einer EFT-Sitzung findest du in der EFT-Schritt-für-Schritt-Anleitung.
Muss der Setup-Satz exakt diese Formulierung haben?
Nein. Die Grundstruktur — Problem + Selbstakzeptanz — bleibt gleich, aber der Wortlaut kann angepasst werden. Wichtig ist, dass der Satz sich für dich authentisch und wahr anfühlt.
Was, wenn ich mir die Selbstakzeptanz nicht glaube?
Das ist häufig so — und vollkommen in Ordnung. Du musst den Satz nicht glauben, um ihn zu sprechen. Das laute Aussprechen wirkt bereits als sanfte Einladung an das Nervensystem, auch wenn innerer Widerstand spürbar ist.